Flutmarke

Heiligabend 1717. Die Heppenser feiern das Fest der Geburt Christi, während sich draußen Bedrohliches zusammenbraut. Noch in der Nacht brechen die Deiche und am 25.12.1717 bricht die sogenannte Weihnachtsflut über die Friesische Küste herein. Unzählige Menschen kommen ums Leben. Wer kann, rettet sich auf eine Wurt, so mancher auf die Heppenser Kirchenwurt. Die Flutmarke an der Heppenser Kirche zeigt, wie hoch das Wasser damals stand. Sie erinnert daran, dass das Wasser für die Küstenbewohner nicht nur Lebensgrundlage, sondern auch Lebensgefahr bedeutete.

Die Flut von 1717 ist auf einer Höhe von 4,225 m über NN aufgelaufen.  Die Kirche liegt mit einer Höhe von 3,673 m über NN lediglich knapp 2 Meter über dem mittleren Tidehochwasser.

Die Kirche würde, wenn es keine Deiche gäbe, täglich zweimal von den Fluten der Nordsee umspült.

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