Sturmflutkirche

Das Kirchspiel (= Kirchengemeinde) Heppens wird
im Jahre 1495 zum ersten Ma l in Chroniken erwähnt.
Vorher gehörten die Heppenser – überwiegend
Fischer und Bauern – lange Zeit zum Kichspiel Dauens;
dieses Dorf ist durch die Antoniflut im Jahre 1511
mit seiner Kirche im Jadebusen untergegangen. Auf der
Wurt (etwa 6,5 m über NN) ist die Kirche irgendwann
im 15. Jahrhundert erbaut worden. Es spricht einiges
dafür, dass da schon vorher schon eine Kirche,
zumindest eine Kapelle gestanden hat.

Die Flutmarke außen an der Kirche
Die Flutmarke außen an der Kirche

Während der Weihnachtsflut im Jahre 1717 haben
die meisten der damals 350 Einwohner in der Kirche
auf dem „Heppenser Berg“ Zuflucht gefunden; weit über
100 Menschen sind damals in ihren Häusern
ertrunken. Eine Flutmarke
zeigt an, bis zu welcher Höhe das Wasser damals in
der Kirche angestiegen war.

Im Jahr 1893 erfuhr die Kirche eine grundlegende Umgestaltung. Dazu gehörte auch, dass ein Westwerk mit großem neogotischen Turm an die Kirche angebaut wurde. Als während des Baus der Vierten Hafeneinfahrt (1942) sich der Grundwasserspiegel senkte und der Turm sich neigte, musste der Turm abgetragen werden. Nach dem Krieg erhielt der Turm den jetzt so typischen Spitzgiebel.

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