Zufrieden? Zum Buß- und Bettag

„Zufrieden?“

„Und bist du zufrieden mit deinem Beruf?“ fragt mich die Praktikantin von der Uni Oldenburg. Sie hat bei uns ein Gemeindepraktikum gemacht und bekommt meinen pastoralen Alltag mit. Dazu gehören Auswertungsgespräche.

„Und bist du zufrieden?“ Was für eine Frage.

Wenn man sie ernst nimmt ziemlich weitgehend. Ich hab mich schwergetan mit der Entscheidung zum Studium. Ich brauchte erst mal einen Zivildienst. Eine Auszeit vom Lernen. Und dann ist die Entscheidung gereift.

Auch ihr trefft ständig Entscheidungen, gerade jetzt in eurer Lebensphase.

Es ist gut, wenn mal zwischendurch jemand fragt: Bist du zufrieden? Bist du zufrieden mit deiner Entscheidung.

Das ist eine Positionsbestimmung: wo bin ich und wo will ich hin?

Der Buß und Bettag stellt diese Fragen.

Das Wort Buße allerdings ist schwierig und düster.

Ich würde Buße übersetzen mit:

Denke Dich neu!

Bist du im Einklang mit Dir, den anderen, mit Gott.

Oder willst du etwas ändern,

musst du etwas verändern in deinem Leben?

Es ist noch keinem gelungen, sich selbst du entkommen
Doch naiv wie man ist, hat man angenommen
man kann erwachsen werden und dabei unschuldig bleiben
oder irgendwas bedeuten ohne Flagge zu zeigen
Doch irgendwie, irgendwo und irgendwann, merkt man dann,
dass man sich im Grunde nur temporär verleugnen kann

Man hat ein Ticket gewonnen und als der Film endlich startet merkt man der Trailer sagt nicht, was einen am Ende erwartet ob mit tiefen Wunden oder kleineren Kerben

Man kann die Wellen nicht reiten, ohne dabei nass zu werden

Doch irgendwie, irgendwo und irgendwann, merkt man dann,
dass man sich im Grunde nur temporär verleugnen kann.

Genau diese Fragen meint Buße.

Wo verleugnest du, was du wrklich bist?

 

So wie der Mann in dieser Geschichte,

guckt es euch mal an.

(Texte und Video wurde heute im Gottesdienst für die Cäcilienschule verwendet)

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